Die (umgekehrte) Chronik der Entstehung unseres Strohhauses

24. November 2014

Es wird immer kälter, wir wollen den Außenbereich fertig bekommen und sind kurz vor dem Ziel. Der Teich ist seit dem Spätsommer fertig, die Holzterrasse größtenteils gelegt und am selbst aufgestellten Carport haben wir heute die letzten Abdeckbleche befestigt. Der Winter kann kommen...

 

Wir freuen uns über das große Interesse an unserem biogenen Haus.

Auch Zeitschriften berichteten:

November 2014: NÖN - Niederösterreichische Nachrichten

Juli 2014 Maria Anzbacher Gemeindeblatt

21. Juni 2014

Heute hatten wir im Zuge der Permakulturausbildung (Permakulturverein Austria) über 30 Personen bei uns im Wohnzimmer. Jürgen hat einen Vortrag über unser Haus und Holz-/Strohbau im Allgemeinen gehalten. Wir bekamen sehr viel positives Feedback zu unserem Haus. Vielen Dank für den Besuch!

31.Mai 2014

Juhuu!!! Balkon und Rohstiege sind fertig. Am wenigsten vermissen wir die Hühnerleiter, die uns ein Jahr lang mühevoll in das Obergeschoss gebracht hat.

17. April 2014

Aus der Innenstiege ist zwar noch nichts geworden, ansonsten ist der Wohnbereich des Erdgeschosses bis auf einige kosmetische Arbeiten fertig!!! Unser Tischler hat die Eichenfronten und -arbeitsplatten unserer Küche im Landhausstil  montiert. Fast schon hätten wir uns (nach 2 Jahren) an eine Küche ohne Fronten gewöhnt.

Die helle Decke und die hellen Wände (inklusive eingeputzer Lehmlampen) sowie der Eichenboden und unser Bananenblattsofa machen es sehr gemütlich, vor allem wenn im Kaminofen das Feuer sichtbar lodert.

9. April 2014

Obwohl innen noch viel zu tun ist, haben wir uns entschieden den Außenbereich fertig zu planieren, damit aus Braun endlich mal Grün wird. Im Zuge dessen war der Regentank einzugraben und der Erdkeller hinten zuzuschütten. Nach dem Planieren des Grundstückes haben wir begonnen die Lehmerde mit "Lamaperlen" (erhältlich bei www.lama-lady.at) zu veredeln und Gras- und Blumensamen zu streuen. Nun hoffen wir auf eine baldige Wildblumenwiese.

14. März 2014

Der Eichenboden im Untergeschoß ist fertig verlegt. Nächste Woche kommen die Fliesen im Vorraum und Klo sowie im Badezimmer dran. Und dann können wir hoffentlich mit der Stiege loslegen.

3. März 2014

Der Eichenboden im Obergeschoß ist fertig und macht uns große Freude! Die Küche steht großteils und ist verfliest. Die Badewanne und die Waschbecken sind fix angeschlossen. Im Wohnzimmer ist der halbe Eichenboden verlegt. Die nächste Hälfte steht bevor. Wir können unsere Baustelle schon beinahe Heim nennen...

19. Februar 2014

Lang lang ists her: der letzte Eintrag...

Die Ereignisse haben sich überschlagen, da wir mit dem Umzug Anfang Februar soviel wie möglich im Innenausbau fertig bekommen mussten. Auch die angebohrte Fußbodenheizung war rasch repariert. Dennoch sind wir ohne Küche, Badezimmer und Böden übersiedelt und haben diese inzwischen weitgehend nachgeholt. Am Anfang war der Wasserhahn im Abstellraum, dann hatten wir sogar schon einen in der Küche und die Badewanne wurde jeden Abend in die Ecke gestellt und an den Ablauf angeschlossen, um baden zu können. Es hat eine Weile gedauert, um die schulterhoch gestapelten Kisten aus dem Wohnzimmer in die frisch fertig gestellten Stauräume zu bringen. Nach 14 Tagen konnten wir sogar schon von der Küche die anderen Wände des Wohnzimmers sehen ;-).

20. Dezember 2013

Unser letzter Eintrag ist 6 Wochen her. In der Zwischenzeit haben wir das Nebengebäude gedeckt, zwischen Haus und Steinmauer eine Brücke in Form einer Terasse gebaut und fleißig am Innenausbau weitergearbeitet. Schließlich wollen wir in 6 Wochen einziehen (und das Unmögliche möglich machen)!!!

Im Erdgeschoß haben wir die Fußbodenheizung verlegt und diese heute in Betrieb genommen.

Die Zwischendecke haben wir mit einer Mischung aus Lehmaushub, Resten des Lehmputzes und einer Lehmschüttung gefüllt und verschlossen. Nun kommt nur mehr Kork und Eichendielen drauf.

Die ersten Räume haben wir - dank Karl Auer - mit Airbrush-Technik (eine neue Dimension des Ausmalens...) ausgemalt. Die Farbe von der Firma Zöchbauer besteht aus Lehm, Ton und Kartoffelstärke. Sie ist zwar essbar, schmeckt aber nach nichts ;-).

Eine bemerkenswerte Besonderheit unseres Hauses: Die Bauabfälle dienen als hervorragender Brennstoff und Gartenmulch.

1. November 2013
Dass wir hier länger keinen Eintrag gemacht haben liegt nicht darin, dass wir nicht aktiv waren, sondern ganz im Gegenteil daran, dass wir viel zu tun hatten. Nun ist das Haus auch aussen auf einer Seite (die anderen sind mit Holz verschalt) zumindest grob verputzt (mit diffusionsoffenem Trasskalkputz). Der Feinputz erfolgt demnächst. Angemalt wird erst nächstes Jahr (wir wissen noch nicht ob in Pink oder Neongelb :-)).
Außerdem wurde unser Heizsystem bereits installiert und erfolgreich in Betrieb genommen (Wandheizung im Obergeschoss hatten wir ja schon vorinstalliert). Wir sind sehr glücklich über den großen tollen Kaminofen, der als Ganzhausheizung (über Puffer, Wand- und Fussbodenheizung) wohlige Wärme und archaisches Feuer ins Herz unseres Hauses strahlt. Der Ofen muss jetzt nur noch verbaut werden.
Die Übergangswohnung ist auch gekündigt. Wir haben also noch 3 Monate. Der Countdown läuft ...

24. September 2013

Es ist vollbracht! Nach ein paar wirklich schweren Wochen, in denen wir ja gleichzeitig unser Lamaprojekt (lama-lady.at) aufgebaut haben, ist die Metamorphose des Hauses weitgehend abgeschlossen. Ein Großteil der Lärchenfassade ist angebracht. Der Rest ist bis nächste Woche geplant. Für uns mindestens gleichbedeutend ist der Abschluss der inneren Wandoberflächen mit einem wunderbaren Lehmfeinputz, der uns ein behagliches Wohlfühlklima vermitteln wird.

31. August 2013

Nun sind auch Nebengebäude und Nebenräume des Haupthauses mit Grobputz versehen. Das noch immer warme Wetter macht uns gute Hoffnung auf eine baldige letzte Feinputzarbeit. Gleichzeitig werden die Außenwände für die Anbringung der Holzfassade (Lärchenrauschalung) vorbereitet.

2. August 2013

Die letzten 2 Tage wurden unsere Wände und die Decke des Obergeschoßes mit 10 Tonnen Lehm (aufbereitet mit 2000 Liter Wasser) grob verputzt. Dieser muss nun 1. Monat trocknen, bevor der Feinputz aufgetragen werden kann.

31. Juli 2013

Wir haben nun fast alles fürs Verputzen mit Lehm vorbereitet. Der Kamin wurde mit Kalkzementputz vorverputzt. Die Schilfmatten sind an die Wände und im Obergeschoß an die Decke getackert (etwa 50 000 Klammern). Die Elektrik und die Wandheizung haben wir auf dem Schilf verlegt. Morgen kann es losgehen.

13. Juli 2013

In 14 Tagen wollen wir innen mit Lehm verputzen (20 Tonnen Lehm liegen vor unserer Tür....). Die letzten Zwischenwände werden mit Lehmerde gefüllt, geschlossen und mit Schilfmatten als Putzträger verkleidet.

29. und 30. Juni 2013

Dieses Wochenende hielt das Strohballen-Netzwerk Österreich (asbn, Herbert Gruber) bei uns einen Holz-Strohbau-Workshop ab. Dank 10 fleißigen Teilnehmern wurde unser Nebengebäude tatsächlich in nur 2 Tagen bis zum Dach aufgestellt.

15. Juni 2013

Das Interesse fürs Haus ist groß! Jürgen wurde auch zu einem Vortrag zu Planung und Bau unseres Hauses im Rahmen eines Permakultur-Design-Kurses nach Herzogenburg eingeladen. Die Resonanz vom Publikum war sehr positiv. Wir hoffen weitere Strohhausbauer motiviert zu haben.

 

14. Juni 2013

Die letzten Tage haben wir im Obergeschoß unsere Wände zum Großteil beplankt. Ein Teil ist schon mit Lehmerde aus unserem Garten befüllt. Wir haben bereits Zimmer im Haus!

7. Juni 2013

Die letzten 2 Tage waren wieder sehr produktiv. Mit Hilfe unserer fleißigen Helfer haben wir den Innenausbau vorangetrieben. Nun sind alle Innenräume aufgeteilt mit einfachen Holzständerwänden. Sie müssen noch beplankt und mit Lehm gefüllt werden.

28. Mai 2013

Unser letzter Eintrag ist lange her. In der Zwischenzeit hatten wir Gleichenfeier und haben mit dem Innenausbau begonnen. Die Dämmarbeiten sind nun alle abgeschlossen und die Fassade wurde winddicht verklebt (viele 100 Meter Klebeband in schwindelerregenden Höhen aufgepickt - siehe Foto).

26. April 2013

Wie unser Kirschbaum zeigt, ist es Frühling. Kaum zu glauben. Dieser April hat gezeigt, dass in kürzerster Zeit Temperaturunterschiede von 40°Grad möglich sind: vom Winter in den Hochsommer.

Erfreuliche Nachrichten: In nur 4 Stunden hat die Firma Josko alle unsere Fenster und Türen eingebaut! Gleichzeitig hat unser Dachdecker das Dach dicht gemacht! Jetzt wo das Haus dicht und zum Absperren ist, haben wir mal 2,5 Tag Arbeitspause verdient! Wir wünschen ein wundervolles Wochenende!

 

25. April 2013

Heute hat die Firma Josko unsere Fenster und Türen geliefert. Morgen werden sie eingebaut. Auch der Dachdecker kommt morgen! Somit werden wir ab morgen ein Haus haben, welches dicht und verschließbar ist!

22. April 2013

Der erste Baufehler hat uns viel Mühe gekostet. Wir hätten das Dach niemals vor der Dachdämmung zumachen dürfen. Denn dadurch wurden wir zu einem der wenigen Strohhäuser der Welt, die mit Strohballen von innen gedämmt haben... Es hat 7 Tage und 4 Helfer gebraucht, um die Strohdämmung am Dach anzubringen. Diese Arbeit sollte jeder Strohhäuslbauer auf jeden Fall vermeiden!

 

Dennoch haben wir es nebenher geschafft den Kamin im Selbstbau aufzustellen.

 

20. April 2013

Wir haben ein Biohaus im wahrsten Sinne des Wortes: unsere derzeit noch zugänglichen Lüftungsschächte finden großen Anklang bei Hummeln, die wir leider vertreiben mussten.

Nur einer baut ein Zuhause noch schneller als die Firma Harold - der Gartenrotschwänz und sein Weibchen in unserem Lüftungsschacht: das Nest bestand aus lose herumliegenden Dämmmaterial (Stroh und Flachs). Wir mussten es jedoch umsiedeln, da laut Plan diese Woche Fenster und Türen eingebaut werden, sodass der Zugang unmöglich wird. Wir hoffen sehr, dass der neue Platz in den Dachsparren akzeptiert wir. (Nachtrag vom 6.5.: Ja, haben sie!!! :-))

11. April 2013

Die Holzfirma hat unser Unterdach sowie die Sichtschalung aufgrund des Regens am kommenden Wochenende montiert. Ideal ist das nicht, weil wir nun die Dachdämmung von unten her bewerkstelligen müssen. Weiter ist auch der Aufbau des Kamins geplant!

10. April 2013

Heute früh hatten wir den Supergau. Nachdem wir die provisorische Plane abmontiert haben, um der Holzfirma Harold den Weiterbau zu ermöglichen, hat es zu regnen begonnen. Gott sei Dank nicht lange. Wir haben abgedeckt was ging, gewischt und ein paar Strohballen geopfert, um den Boden zu schützen. Dann kam die Sonne und der Wind und hat wieder alles gut gemacht ;-). Das Obergeschoß und der Dachstuhl wurden aufgestellt und montiert. Wir haben die Sichtschalung vom Erdgeschoß befestigt und abends das Dach wieder provisorisch abgedeckt. Morgen kommt das Dach und danach kann auch der Regen wieder kommen...

09. April 2013

So schnell kann es gehen. Schon haben wir unser erstes Wohngeschoß und hoffen auf trockenes Wetter bis Donnerstag (Stroh kommt ins Dach). 

08. April 2013

Heute hat uns das Holzwerk unsere Bodenplatten verlegt. Wir haben die Flachsdämmung vom Waldviertler Flachshaus eingebracht und mit OSB-Plattern verschlossen. Damit ist alles bereit für das erste Wohngeschoß!

07. April 2013

In 2 Wochen steht unser Haus??? Nicht ganz. Der lange Winter hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben die Zeit aber im Holzwerk Harold gut genutzt. Unsere Wände sind jetzt mit Stroh gedämmt und mit OSB-Platten zugeschraubt. Da Stroh sehr staubt, haben wir uns mit Atemschutzmasken ausgestattet. Jürgen geht hier gerade durch unsere "Terassentür".

10. März 2013:
Die Fundamente stehen, die Mauern des Erdkellers auch und die Module für den Riegelbau sind fertig. Demnächst kommen die Strohballen in die Wände. Das Haus wird in ca. 2 Wochen aufgestellt werden :-). Wir hoffen auf schönes Wetter! Mitte April gibts dann einen workshop mit Herbert Gruber (asbn) fürs Nebengebäude.

11. Februar 2013:
Unser Bauplatz ist inzwischen um einen Kanal und Brunnen reicher, aber um eine Fichte ärmer. Letzte Besprechungen mit Steinbaufirma, Betonierer und Holzbaufirma machen den Weg frei für den Rohbau. Jetzt muss nur noch der Winter aufhören so widerspenstig zu sein ...

Jänner 2013:
Das neue Jahr beginnt gut. Die Gemeinde hat unsere neuen Pläne bald bewilligt. Vielen Dank!

Dezember 2012:
Die neuen Pläne und Unterlagen werden eingereicht. Stroh- und Flachszertifikate sowie Dampfdiffusionsberechnungen sollen Baufehler ausschließen.

November 2012:
Neuplanung: Haus wird aufgeständert, zwar auf Betonpunkt/streifenfundamente, aber mit viel weniger Beton. Kein Styropor mehr, kein Keller mehr. Haus wird größer, ökologischer und günstiger! Betonierkosten sinken auf 20%.

Oktober 2012:
Erste Angebote werden eingeholt. Dann die Erkenntnis - viel zu viel Beton in (bzw. unter) und Styropor in (bzw. unter) unserem Haus. Zurück an den Start: Neuplan. Schon geplante Baustarts werden abgesagt. Unsere Planer beginnen an unserem Verstand zu zweifeln, verstehen die vorgebrachten Argumente dann aber doch.

September 2012:
Die Baugenehmigung wird erteilt. Behörde und Gemeinde sind sehr kooperativ. Es freut uns, dass solchen Strohhaus Projekten wenig Skepsis entgegengesetzt wird. Wir kaufen die Einrichtung für das Haus, das erst am Plan existiert (vermutlich auch eine Besonderheit) und stellen sie in die eben neu bezogene Wohnung in Raipoltenbach.

August 2012:
Die Pläne sind fertig und werden eingereicht.

Juli 2012:
Strohernte - ein spannendes Abenteuer beginnt: ein Landwirt, seine Mutter und 6 Akademiker (Biologen, jedoch ohne blassen Schimmer von Feldarbeit) am Weizenfeld. Anstrengend, lustig und lehrreich zugleich. Mitarbeiter der GrAT/TU Wien kommen um die Zertifikation vorzunehmen. Ein riesiges Unwetter beendet unsere Bemühungen vorzeitig. Nur die Hälfte konnte erledigt werden, und davon war noch ein Viertel verregnet. Stroh wird zur Einlagerung in den Aichhof in Maria Anzbach (Niederösterreich) gebracht. Die fehlende Hälfte wird bei der Firma Waldland bestellt.

März 2012:
Die Strohsuche beginnt. Da wir schon im Frühjahr 2013 dämmen wollen, muss das Stroh schon im Sommer 2012 im Lager sein. Plan gibts noch keinen, aber Stroh suchen wir trotzdem schon ...

Februar 2012:
Planungsbeginn: erste Entwürfe des Strohhauses werden gezeichnet und verworfen. Weitere folgen.

Ende 2011:
Sinneswandel - warum nicht gleich den lang gehegten Traum vom eigenen Ökohaus umsetzen bevor man es weiter in die (ungewisse) Zukunft verschiebt. Wir beschließen ein Strohhaus in Niederösterreich zu bauen.

Mai 2011:
Wir beschließen unsere Auswanderungspläne an den Nagel zu hängen und kaufen uns ein Grundstück in Niederösterreich in der Marktgemeinde Maria Anzbach westlich von Wien am Waldrand. Wir haben nicht vor es demnächst zu bebauen.

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asbn (Austrian Strawbale Network)

 

Strohbau TU Wien:

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